Aktuelles Vereinsarbeit Friedrich Fröbel Wir über uns
Startseite Friedrich Fröbel Fröbelpädagogik

Friedrich Fröbel


Biografie Fröbelpädagogik Die Menschenerziehung Spielgaben Bibliografie Einrichtungen in Deutschland Freie Fröbelschule Schule Keilhau

Fröbelpädagogik heute Polytechnik Schulpädagogik



Fröbelpädagogik

Fröbel war in erster Linie Schulpädagoge und entwickelte in seiner Zeit in Keilhau (1817-1831) durchaus ernstzunehmende und für die heutige Schulpraxis immer noch aktuelle Vorstellungen von einem kindgerechten Unterricht. Seine „Pädagogik des Wachsenlassens“ (Bollnow) wollte im Sinne einer ganzheitlichen Erziehung Menschen bilden, „die frei, denkend selbsttätig“ sind.

Fröbels Unterrichtsarbeit ist sowohl eine Synthese von Individualerziehung (Rousseau), Elementarbildung (Pestalozzis), Nationalerziehung (Fichte) und staatsbürgerlicher Erziehung (v. Humboldt) als auch ein Beitrag zu einer humanistischen Erziehung (Lessing, Schiller). Fröbel ist ein früher Entwicklungspsychologe und einer der ersten Reformpädagogen in Deutschland. Weltbekannte Pädagogen wie Peter Petersen, Hermann Lietz, Maria Montessori, John Dewey gründen zu Recht ihre Arbeit auf Fröbel.

Sein Programm der polytechnischen Allgemeinbildung, das für alle entsprechend ihrer Bedürfnisse die manuelle und geistige Selbsttätigkeit in den Mittelpunkt stellt und ein epochal geführter Unterricht, dessen Inhalt und Verlauf im Einklang mit Bedürfnissen des Kindes stehen muss waren damals revolutionär und sind heute zugegeben dringend geboten.

Allgemein gilt: Tätigsein – Anschauen – Erkennen durch das Unterrichten mit „Kopf, Herz, Hand“ (Pestalozzi). Denn Kreativität zeigt sich – so Fröbel – erst im konkreten Handlungsvollzug. Auch wenn Fröbels Gesamtbildungsplan unvollendet blieb, seine streckenweise wirren Gedanken sich nicht beim ersten Lesen erschließen lassen, tut Thüringen gut daran, sich dieses großen Schulpädagogen und Kinderfreund nicht nur zu festlichen Anlässen zu erinnern.

Der sehnsüchtige Blick ins nordeuropäische Ausland ist eigentlich unnötig, der Blick hinter die eigene Haustür tut es auch. Die Aufarbeitung der schulpädagogischen Programmatik Fröbels und seiner Mitstreiter durch den Neuen Thüringer Fröbelverein ermöglicht einerseits interessante Einblicke in die Schul- und Unterrichtskultur Thüringens und andererseits befördert sie Ideen aus ihrem Schattendasein, die ein ergiebiger Quell für aktuelle schulpädagogische Innovationen sein können.